Pflanzenschutz

Damit Sie Freude an gesunden Rosen haben, empfehlen wir, einige Voraussetzungen zu schaffen:

  • Wählen Sie für Ihren Garten möglichst robuste Sorten aus.
  • Wir legen großen Wert darauf, widerstandsfähige und damit pflegeleichte Rosensorten zu züchten.
  • Ein geeigneter Standort (Kapitel „Standort“) und gute Pflege (Kapitel „Schnitt“, „Düngung“) tragen zur Gesundheit Ihrer Rosen bei.
  • Bieten Sie den natürlichen Gegenspielern der tierischen Schädlinge einen Lebensraum, indem Sie einige Bereiche Ihres Gartens nicht aufräumen und naturnah gestalten.
  • Bieten Sie gern Insektenhotels an und pflanzen Sie insektenfreundliche Pflanzen, z.B. Sorten aus unserem Bienenweide®-Rosen-Sortiment.

Es ist natürlich, dass Sie auch Pilzerkrankungen an Ihren Pflanzen begegnen können. Bitte beachten Sie in diesem Fall folgende Tipps:

  • Bewässern Sie Ihre Rosen möglichst nicht von oben über Rasensprenger, denn Pilze breiten sich auf feuchtem Laub besser aus.
  • Die am Boden liegenden, pilzbefallenen Blätter sollten regelmäßig aufgesammelt und im Hausmüll entsorgt werden.
  • Falls Ihre Toleranzschwelle so weit überschritten wird, dass Sie zu chemischen Pflanzenschutzpräparaten greifen wollen, so wenden Sie diese bitte vorbeugend ab Ende April alle 10 bis 21 Tage an. Wechseln Sie die Wirkstoffe, damit sich keine resistenten Erregerstämme bilden.
  • Da sich die Zulassungen der Pflanzenschutzmittel oft ändern und es verschiedene Anbieter gibt, sind hier keine Mittel genannt. Fragen Sie bitte direkt im Fachhandel danach und beachten Sie beim Ausbringen unbedingt die Gebrauchsanleitung.

Und so erkennen Sie die Schadpilze:

blog_schadpilzeDer Echte Mehltau bildet einen weißen Belag auf der Oberseite vor allem junger Blätter und Knospen. Ein Rückschnitt kann angezeigt sein.

Beim Falschen Mehltau treten violett-braune Blattflecken, die durch Blattadern abgegrenzt sein können, auf der Blattoberseite und ein weiß-grauer Belag unter den Blättern und an den Blüten auf.

Der häufig auftretende Sternrußtau bildet auf der Blattoberfläche braunschwarze, runde Flecken, deren Ränder sternförmig ausfransen. Das Blatt wird gelb und fällt ab.

Rosenrost erkennt man an kleinen orangen Pünktchen auf der Blattunterseite.

Grauschimmel tritt bevorzugt nach anhaltendem Regen auf und überzieht Blüten, Knospen und junge Triebe mit einem grauen Pilzrasen. Abhilfe schafft Abschneiden und Vernichten.

Rindenbrand befällt zu weiche, nicht ausgereifte Triebe und bildet längliche, dunkle Flecken auf der Rinde. Gegenmaßnahmen sind eine bedarfsgerechte Düngung und eine Spritzung mit Grünkupfer im Winter.

Tierische Schädlinge

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Die Grüne Rosenblattlaus saugt vor allem an jungen Trieben und Knospen. Das Abspritzen mit einem kräftigen Wasserstrahl  genügt häufig als Gegenmaßnahme. Natürliche Gegenspieler wie Meisen und Marienkäfer werden Sie bald unterstützen. Notfalls können Sie auch eine Grüne-Seife-Lösung spritzen.

 

Der Rosentriebbohrer tritt (es gibt einen aufwärts und einen abwärts steigenden)von Juni bis September an Freilandrosen auf. Triebenden welken plötzlich und vertrocknen aufgrund der durch Larven zerfressenen Leitungsbahnen. Als Gegenmaßnahme sollten die welkenden, befallenen Triebe bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten und im Hausmüll entsorgt werden.

Der Rosenkäfer (ca. 1 – 2 cm groß) und der Rapsglanzkäfer (ca. 2 – 3 mm groß), die das Innere der Knospen zerstören, lassen sich gut morgens per Hand absammeln.

Einen Befall von Rosenzikaden (ähnlich der Blattlaus, weißgrün, hüpfend oder fliegend) erkennen Sie an den weißen Sprenkeln auf der Blattoberseite. Notfalls helfen chemische Pflanzenschutzmittel.

Die Spinnmilbe (syn. Rote Spinne) schädigen durch Saugtätigkeit und sind an den feinen Gespinsten um die Blüten herum zu erkennen. Es hilft, die Umgebung zu befeuchten, befallene Triebe zu entfernen und im Hausmüll zu entsorgen.

Durch den Fraßschaden der von Mai bis Juli vorkommenden weiß-grünlichen Larven der Blattrollwespe vergilben die Blätter und rollen sich ein. Die knapp 1 cm großen Larven befinden sich in diesen Blattrollen. Zur Abhilfe sammeln Sie am besten die gerollten Blätter vom Boden und schneiden sie ab und vernichten sie.

Wühlmäuse fressen gern die Rinde der Rosenwurzeln. Sie können Kastenfallen einsetzen, die Sie bitte zur Geruchsvermeidung mit Handschuhen anfassen. Als Köder dienen Apfel, Sellerie oder geschälte Möhren. Unterstützen Sie natürliche Räuber wie Greifvögel durch Sitzstangen oder Mauswiesel, indem Sie Holz- oder Steinhaufen anbieten. 

Auch Rehe fressen gern junge Rosentriebe. Sie lassen sich durch Menschenhaarsträhnen, Buttermilch oder am besten durch im Fachhandel erhältliche Präparate vergrämen.

Kategorie: Pflanzenschutz
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