Pflegetipps

Winterschutz

Auch im folgenden Frühjahr und Sommer möchten Sie wieder eine herrliche Blütenpracht genießen? Der passende Winterschutz für Rosen ist wichtig, damit Ihre Pflanzen gut durch die kalte Jahreszeit kommen. Je nach Sorte gibt es hier unterschiedliche sinnvolle Maßnahmen – und viele grundsätzliche Tipps für Hobbygärtner. Alles Wichtige im Überblick lesen Sie in unserem Winterschutz-Ratgeber!

Optimal geschützt: Vorsorge ist alles

Der Winterschutz für Ihre Rosen kommt erst zu Beginn der kalten Jahreszeit zum Einsatz? Weit gefehlt, denn schon lange vorher lassen sich verschiedene Maßnahmen treffen, damit Ihre Rosen – ob Wildrosen, Strauchrosen oder andere Sorten – gut überwintern können. Achten Sie etwa auf die optimale Pflanztiefe: Das Loch sollten Sie so tief graben, dass die Veredelungsstelle mit einer Tiefe von etwa 5 Zentimetern im Boden liegt. Achten Sie außerdem auf das korrekte Düngen Ihrer Rose: Grundsätzlich empfiehlt sich das Düngen zweimal jährlich, einmal im Mai und einmal im Frühsommer. Wichtig: Später im Jahr sollten Sie auf das Düngen grundsätzlich verzichten, denn eventuelle Neutriebe wären im Winter noch wenig entwickelt und entsprechend anfällig für Frostschäden.

 

Werden Rosen vor dem Winter geschnitten?

Auch der korrekte Schnitt ist ein wichtiger Bestandteil des Winterschutzes für Ihre Rosen. Grundsätzlich ist ein Zurückschneiden ohnehin zu empfehlen, denn durch diese Maßnahme entstehen gesunde und robuste Pflanzen. Obwohl gelegentlich davon abgeraten wird, kann zusätzlich zum Zurückschneiden im Frühjahr auch im Herbst ein leichtes Einkürzen der Triebe sinnvoll sein. Der Grund: Auf diese Weise mindern Sie die Gefahr, dass in der kalten Jahreszeit diese Teile der Rose vertrocknen.

 

Rosen-Winterschutz: Anhäufeln

Bei allen Rosensorten ist es sinnvoll, in der kalten Jahreszeit die Veredelungsstelle besonders zu schützen. Zum Schutz gegen Frost sollten Sie deshalb Rosen ab November/Dezember um die Veredelungsstelle herum mit Erde anhäufeln – ebenso wie direkt nach dem Pflanzen. Wichtig: Verwenden Sie hierfür kein Mulch oder Torf. Zum Anhäufeln eignen sich neben Mutterboden oder Humus auch Kompost.

Wann sollten Sie Rosen abdecken?

Um Rosen effektiv gegen Frost zu schützen, ist neben dem Anhäufeln auch das Abdecken der Pflanzen. Auf diese Weise schützen Sie nicht nur die Veredelungsstelle, sondern die gesamte Pflanze vor niedrigen Temperaturen und auch der Wintersonne. Zum Abdecken kommen am besten natürliche Materialien zum Einsatz, etwa Fichtenreisig oder Tannenzweige. So ist Ihre Rose optimal gegen Wind und Kälte geschützt.

Winterschutz für verschiedene Rosensorten

Zusätzlich zu diesen eher allgemeingültigen Tipps gibt es noch spezifische Maßnahmen für unterschiedliche Rosensorten – denn jede Variante ist anders empfindlich und benötigt entsprechend mal mehr, mal weniger Winterschutz. Grundsätzlich gibt es Rosen, die Frost bis zu -30 Grad recht gut vertragen, andere wiederum benötigen in der kalten Jahreszeit dringend Schutz.

  • Hochstammrosen: Stammrosen müssen besonders vor Frost geschützt werden, da bei ihnen die Veredelungsstellen nicht verborgen in der Erde liegen, sondern hoch oben im Freien sind. Am besten füllen Sie die blattlose Krone mit Holzwolle oder Stroh aus, besonders um die Veredelungsstellen herum. Anschließend umwickeln Sie die Krone mit Gärtner-Vlies, Jute oder dachziegelartig gebundenen Tannenzweigen. Der Stamm selbst braucht nur in kalten Regionen eingepackt werden. Noch junge Stammrosen können Sie auch herunterbiegen und im Boden überwintern lassen.
  • Kübelrosen: Verkleiden Sie den Kübel mit Vlies, Jute, Noppenfolie (mit Löchern), Styropor oder Kokosmatten. Wählen Sie einen geschützten Standort und gießen Sie auch im Winter gelegentlich. Achten Sie auf einen guten Wasserabfluss (z.B. auf Füßchen stellen).
  • Bodendeckerrosen: Diese sehr kleinen und robusten Gewächse benötigen im Normalfall keinen besonderen Winterschutz – gerade dann, wenn sie nicht veredelt wurden.
  • Kletterrosen und Ramblerrosen: Nach dem Anhäufeln der Veredelungsstelle hängen Sie hier Nadelreisig in die Zweige der Pflanze oder arbeiten alternativ mit Vlies aus Kunststoff – so bieten Sie der Rose Winterschutz gegen Sonne und Wind.
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